Mitgliederversammlung 2026
Freitag, 29. Mai 2026 im Vulkanhotel Steffelberg, Hochstraße 7, Steffeln
Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Vorstand: Maria Surges, Dr. Peter Henrich, Hildegard Lenzen, Dr. Marianne Tabaczek, Markus Köchner, Gerd Rieder, Franziska Thurau, Martin Wieland
sowie 23 Mitglieder
Protokoll
1. Begrüßung
Die Vorsitzende Maria Surges begrüßte die Anwesenden und erinnerte an die verstorbenen Mitglieder Ansgar Bartmann sowie Hans Eltze
2. Bericht des Vorstandes
Vorstand:
- Im kommenden Jahr stehen Vorstandswahlen an. Die aktuelle Vorsitzende Maria Surges wird dabei nicht mehr antreten. Die Aufgaben wurden im Vorstand anders verteilt, so dass sich die Arbeit der Vorsitzenden auf mehr Schultern verteilt.
Es fehlt noch ein(e) Kandidat(in) für den Vorstand
Schwerpunkte der Arbeiten 2025:
Verein:
- Im Spätsommer fand der Besuch der Marc Aurel Ausstellung in Trier statt. Anreisende aus Duppach und Umgebung konnten mit dem Vereinsbus der Verbandsgemeinde Gerolstein anreisen. Dieser kann vom Verein ohne Kosten gemietet werden. Nur das Benzin muss bezahlt werden.
- Das Finanzamt hat den Verein überprüft und den Freistellungsbescheid für die kommenden 3 Jahre ausgestellt.
- Transparenzregister > auf Antrag wurde für den AFVD ein Freistellungsbescheid erwirkt, solange wie der Verein gemeinnützig ist.
- Social media: Ein Instagram-Account für den AFVD soll ab jetzt von Isabell Göbel bespielt werden, um auch andere Zielgruppen, insbesondere jüngere Menschen, zu erreichen.
Archäologisch:
- Schlacke aus Duppach:
- Peter Henrich hat im Dezember 2024 in Paris einen Vortrag gehalten. Darüber hat er Kontakt zu einer Fachkollegin aus Belfort bekommen, Marion Béranger, die die Analyse der Schlacke von Duppach übernahm. Vorgehen: Zunächst wurde in 2025 dann eine Reduzierung der Schlackenmenge vorgenommen und das Material dann zur Untersuchung nach Belfort transportiert. Die Untersuchungsergebnisse liegen inzwischen vor:
- Alle Arbeitsschritte von der Verhüttung bis zur Anfertigung von Barren sind in Duppach durchgeführt worden.
- Anfang Juni halten Dr. Peter Henrich und Marion Béranger einen Vortrag zu den Ergebnissen in Tours.
- Ein weiterer Vortrag wird am Ende des Jahres in Paris stattfinden zur Vorstellung der Ergebnisse.
- Die Schlacken sind inzwischen zurück in Trier und werden im Depot des Museums eingelagert.
- Es werden die Ergebnisse schriftlich in Kongressberichten, der Trierer Zeitschrift und wahrscheinlich Eiflia vorgelegt.
- Römerbrücke und Römerstraße:
- An der Universität zu Köln wird eine Masterarbeit zu den römischen Straßenverläufen in Rheinland-Pfalz von Alexandra Kuglova erstellt.
- Der Eisenhort aus Duppach:
- wird über eine Bachelor-Arbeit von Johannes Seespeck aufgearbeitet. Diese Arbeit wird in der Eiflia und einer weiteren Fachzeitschrift publiziert. Es gab dazu bereits einen Vortrag in Lyon von Peter Henrich und Johannes Seespeck.
- Publikationen:
- Im aktuellen Heft der Funde und Ausgrabungen haben Sabine Faust und Peter Henrich einen Artikel zu einem Duppacher Fund aus Bronze publiziert. Es handelt sich um eine Weiheschale, die aus drei verschiedenen Objekten zusammengestellt wurde. Eines der drei Objekte hat die nächsten Parallelen in Nordafrika.
- Im kommenden Heft der Funde und Ausgrabungen wird ein Beitrag von Peter Henrich zu den Pfostenbauten erscheinen. Es geht um die Analyse dieses Typs und deutlich wird, dass die Pfostenbauten aus Duppach gallischen und nicht einem rechtsrheinischen Pfostenbauten zugeordnet werden können.
- Planungen 2026/2027:
- Eine Idee ist, die Brücke mit Baumpflanzungen zu visualisieren (ca. 220 m Baumreihe in 10 m Breite) und in den Eifelsteig integrieren. Das ist eine Präsentationsform die denkmal- und naturschutzverträglich ist.
- Am Ende des Jahres soll eine Geomagnetik (Drohnenmagnetik) gemacht werden mit Restgeldern aus der letzten Grabung von 2023. Dafür ist eine Umwidmung der Restgelder bei der Fritz Thyssen Stiftung angefragt. Eine Entscheidung liegt noch nicht vor.
- Die Ausgrabung von 2023 wird weiterhin ausgewertet. Die Ergebnisse sollen vorliegen, bevor neue Ausgrabungen angestrebt werden.
3. Rechenschaftsbericht der Kassenwartin
Kassenstand 01.01.2025: 30.738,63 €
- Kosten/Ausgaben: 1.717,37 € (Internetseite, Schlacke, Versicherungen, sonstige Kosten)
- Einnahmen insgesamt: 4.948,07 € (Mitgliedsbeiträge, sonst, Einnahmen, Spenden, Zuschüsse)
Kassenstand 31.12.2025: 33.969,33 €
3.1 Prüfbericht der Kassenprüfung:
Der Bericht wurde vorgetragen von Dr. Hans Ulrich Schilling:
Die gewählten Kassenprüfer Dr. Hans Ulrich Schilling und Norbert Reusch haben die Kasse des Archäologischen Fördervereins Duppach e.V. (AFVD) für das Jahr 2025 am 01. Mai 2026 sachlich and rechnerisch geprüft. Die Führung des Kassenbuches, die Erstellung der Einnahme- and Ausgabenrechnungen sowie die Buchführung der Vereinskasse wurden geprüft. Der Kassenbestand am Anfang des Kalenderjahres stimmte mit dem in dem Kassenbuch vorgetragenen Saldo überein. Übereinstimmung besteht auch bei den komplett vorgelegten Vereins-Bankauszügen, Buchungen und dem Abgleich der vollständig vorgelegten Belege. Die Belege der vorgelegten Vereinsbuchführung waren feststellbar, übersichtlich and zeitlich zutreffend geordnet aufbewahrt.
Bei auftretenden Fragen gab die Kassenwartin des Vereins, Hildegard Lenzen, bereitwillig und schlüssig Auskunft. Es wurden keine Beanstandungen festgestellt.
3.2 Entlastung des Vorstandes
Die Kassenprüfer beantragten die Entlastung des Vorstands. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet, es gab keine Gegenstimmen und 8 Enthaltungen.
3.3 Wahl der Kassenprüfer
Kandidaten, die die Kassenprüfung übernehmen würden:
- Norbert Reusch
- Dr. Hans Ulrich Schilling
Die beiden Kandidaten werden einstimmig gewählt, ohne Gegenstimmen und Enthaltungen.
4. Ausblick 2026/2027
2026: wird noch viel im Gelände gearbeitet werden
2027: Es wird eine Ausstellung zu 150 Jahre Rheinisches Landesmuseum Trier geben von März bis November 2027. Zu dieser Ausstellung ist ein Ausflug geplant.
Nach Möglichkeit soll in 2027 auch ein Ausflug zur Weidener Grabkammer in Köln stattfinden.
5. Verschiedenes
Es gab keine Anmerkungen oder Fragen.
Beeindruckend war der anschließende Vortrag von Prof. Dr. Marcus Trier, Direktor des Römisch-Germanischen Museums Köln. Im Vulkanhotel erlebten die Teilnehmer eine besondere Zeitreise: „Mit der U-Bahn in die Römerzeit. XXXL-Archäologie in Köln“!

