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„Römische Würstchen sind spitze”

Unter dem Motto "Archäologie ohne Spaten" zeigten Experten beim Tag des offenen Denkmals in Duppach-Weihermühle drei geophysikalische Methoden mit Magnetismus, Strom und Radar. Vor allem Familien nutzten das Angebot.

wuerstchenDuppach-Weihermühle. (vog) "Das ist cool", sagt Karsten Hoffmann aus Schwirzheim. Der Zehnjährige sitzt in einem Zelt und hört aufmerksam Peter Henrich zu. Der 33-jährige Archäologe versteht es, die Besucher in den Bann zu ziehen. Im Viertel-Stunden-Rhythmus zeigt er eine Präsentation der drei Methoden, mit denen Schätze im Erdreich bestimmt werden können, so dass Ausgrabungen effektiver werden. Zu den bereits erforschten Grabdenkmälern und der römischen Villenanlage an der Weihermühle sollen noch weitere Gebäude gehören. Frühgeschichtler Carsten Mischka ist mit einem Magnetometer auf dem Gelände unterwegs. 32 000 Messpunkte je 1,50 mal sechs Meter großem Raster werden vor den Augen der Besucher ausgewertet. Bis zum Nachmittag konnten keine der vermuteten Gebäude entdeckt werden. Egal. Den Besuchern gefällt es trotzdem. Bernhard Gies aus Trier: "Ich bin fasziniert von den Methoden. Das Areal an der Weihermühle wollte ich mir schon lange mal ansehen, habe bisher nur darüber gelesen." Auch Joel Adam vom luxemburgischen Archäologie-Verein ist beeindruckt. Barbara Tölle aus Oberbettingen ist begeistert. Ihr achtjähriger Sohn Max ist Mischka auf den Fersen, weil er den Magnetometer schieben möchte. Viele Familien sind da. Ralf Hack aus Olzheim: "Wir haben viel darüber gelesen und wollten uns das jetzt mal vor Ort ansehen." Das römische Essen hat seine Familie gekostet, bevor sie zu den Erkundigungen startete. Einstimmiges Resümee: "Die römischen Würstchen sind spitze."

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  • Ausgabe: 15.09.2008
  • Autor: Gabi Vogelsberg
Gelesen 1015 mal Stand: 12.01.2015