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Exkursion nach Köln in das Römisch-Germanische Museum

Autorin:
Mitglieder des Archäologischen Fördervereins Duppach vor der Ausstellung Mitglieder des Archäologischen Fördervereins Duppach vor der Ausstellung AFD/Paul Surges

Zerbrechlicher Luxus

Köln – Ein Zentrum antiker Glaskunst

Quarzsand, Natron und Kalk – drei Zutaten aus denen Träume aus Glas gefertigt wurden und werden – wir konnten sie im Römisch-Germanischen Museum bewundern. Der Archäologe Martin Wieland M.A. führte uns durch über zweitausend Jahre Glaskunst.

Das Römisch-Germanische Museum in Köln besitzt  mit mehr als viertausend vollständigen Gläsern weltweit die größte Sammlung römischer und fränkischer Glasgefäße. Besondere Exponate wurden jetzt in der Sonderausstellung präsentiert.

Mit Martin Wieland erlebten wir eine Zeitreise beginnend im 5. Jahrhundert v. Chr. mit vielen Informationen zur Glasherstellung und zu den Produktionsstätten der Glasmacher, die sich in römischer Zeit außerhalb der Stadtmauern von Köln befanden. Die Darstellung der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Techniken, der Formen  und die Kunstfertigkeit der hergestellten Gefäße in römischer und frühmittelalterlicher Zeit waren beeindruckend. Besonders die Glasgefäße die als Grabbeigaben die Jahrhunderte ohne irgendwelche Beschädigung überstanden haben, erstaunten uns sehr.

Zitat aus dem Flyer des RGM:
„Anfangs fertigten die Kölner Werkstätten einfache blaugrüne Glasgefäße. Doch das Repertoire wurde bald erweitert. Durch Einblasen in mehrteilige Formen entstanden vielfältige Gläser: Weinkrüge, die Fässer nachbilden, Salbfläschchen in Form von Muscheln oder Trauben oder gar ein die  Panflöte spielender Affe. Die mit farbigen Glasfäden dekorierten Schlangenfadengefäße sind ebenso ein „Kölner Produkt“ wie die durch die leuchtenden Glastropfen charakterisierten Nuppengläser.  Höchste Geschicklichkeit, Sorgfalt und Geduld war für Emailmalerei auf Glas erforderlich – der Pokal mit Szenen des Achillesmythos ist ein Beleg vollendeter Kunstfertigkeit. Gleiches trifft auf die an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert geschaffenen Schalen mit Schliffdekor zu. Jagdszenen, mythologische und christliche Darstellungen sind hochwertige Produkte eines Glasateliers, das seine Luxusgüter wohl auf Bestellung seiner vermögenden Kundschaft herstellte.“

Eine herausragende Ausstellung die uns wunderbare Einblicke in die Vergangenheit ermöglichte.

Gelesen 283 mal Stand: 12.11.2017